Jugend-Gipfeltreffen für Menschenrechte

29 August 2011

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Kontaktieren Sie: Angelo Kreuzberger,

Präsident, Jugend für Menschenrechte Österreich (ZVR: 528923024)

yhri-austria@gmx.at

0660 65 95 224

www.youthforhumanrights.org, www.jugend-fuer-menschenrechte.at

8. jährliches Jugend-Gipfeltreffen für Menschenrechte

Das Schaffen von Vorbildern durch Bildung über Menschenrechte

Genf – Angelo Kreuzberger, Präsident von „Jugend für Menschenrechte Österreich“, nahm als jugendlicher Delegierter beim 8. Jugend-Gipfeltreffen für Menschenrechte des Vereins „Youth for Human Rights International“ in Genf von 26.-28. August 2011 teil. Repräsentanten der Vereinten Nationen, Vertreter von Menschenrechtsvereinen, Führungskräfte aus sozialen Bereichen sowie weitere jugendliche Delegierte aus 30 Ländern und fünf Kontinenten, trafen sich zum Gipfeltreffen mit dem Thema „Das Schaffen von Vorbildern durch Bildung über Menschenrechte“.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass Menschenhandel jährlich einen Umsatz von 7 Milliarden US$ generiert. Jährlich werden 700 000 bis 4 Millionen Frauen und Kinder zu Prostitution und Zwangsarbeit gezwungen oder durch andere Formen des Menschenhandels ausgebeutet. Kein Land der Erde ist frei von Menschenhandel, Aufklärung darüber ist daher heute wichtiger denn je.

Das diesjährige Gipfeltreffen beinhaltete einen Tag, dessen Schwerpunkt die Ausbildung von jugendlichen Delegierten in Bezug auf Führungsqualitäten, Kommunikation und audiovisuelle Dokumentation war, um ihnen zu helfen, mit ihren Aktivitäten die bestmöglichen Resultate zu erzielen.

Am 26. August füllten etwa 250 Teilnehmer jenen Konferenzsaal des Hotels „President Wilson“, in dem „Youth for Human Rights International“ (zu deutsch: Jugend für Menschenrechte International) vor 10 Jahren gegründet wurde.

Die jugendlichen Delegierten eröffneten die Veranstaltung mit einer Flaggenparade der repräsentierten Länder.

Die Gastgeberin, Dr. Mary Shuttleworth, Gründerin und Präsidentin von „Youth for Human Rights International“ (YHRI), hieß die Jugendlichen und speziellen Gäste willkommen.

Während des Gipfeltreffens wurden Video-Präsentationen von Aktivitäten der Jugendlichen in den letzten 12 Monaten präsentiert.

Angelo Kreuzberger teilte seine Erfahrungen der letzten fünf Jahre, die er neben zahlreichen Aktivitäten in Österreich insbesondere im Rahmen seiner ausgedehnten Afrika-Aufenthalte machte, mit den Delegierten.

Er und sein Team des Vereins „Jugend für Menschenrechte Österreich“ organisierten Veranstaltungen und klärten Jugendliche seit 2006 über Menschenrechte auf.

Gemeinsam mit ihm machte der Obmann von „Jugend für Menschenrechte Österreich“, Mag. Fritz Schebeczek, auf die Einstellung vieler Österreicher zum Thema „Menschenrechte“ aufmerksam: „Wir werden oft gefragt, in welchen Ländern wir über Menschenrechte aufklären und wo wir Projekte machen. Viele Menschen in Österreich denken nicht, dass es Menschenrechtsmissbräuche in unserem Land gibt oder schätzen die Situation als nicht wichtig genug ein, als dass man Aufklärung benötigt. Doch gerade deshalb ist unsere Arbeit so wichtig, da es kein Land auf der Erde ohne Menschenrechtsverletzungen gibt, und die Einschätzung, wonach hierzulande nichts getan werden müsste, lediglich auf eine mangelhafte Kenntnis der Menschenrechte zurückzuführen ist.

Angelo Kreuzberger dazu: „Wir haben bemerkt, dass die meisten Österreicher viel lieber eine Patenschaft für ein Kind in der sogenannten Dritten Welt übernehmen, als z.B.: für Aufklärung über Menschenrechte an österreichischen Schulen zu spenden. Dies ist nachvollziehbar, obwohl uns genauso bekannt ist, dass die wenigsten Österreicher das Konzept der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen oder zumindest den Großteil der Menschenrechte kennen. Außerdem wissen die wenigsten über tagtägliche Verletzungen der Menschenrechte in Österreich Bescheid. Auch mich interessieren die Situationen in Entwicklungsländern, weshalb ich jedes Jahr in ein anderes Land reise. Letztes Jahr war ich auf Besuch in einer Waisenschule in einem entlegenen Gebiet in Kenia. Ich traf auf außergewöhnlich vertrauensvolle und dankbare Menschen und verspürte einen inneren Drang zu helfen. Somit entwickelten wir ein Patenschaftsprojekt welches 1. die täglichen Bedürfnisse inklusive Schulausbildung und 2. Langzeit-Projekte, welche die Schule selbst versorgend und unabhängig machen sollen, finanziert. Wir bekamen viel Zuspruch. … Viele Leute hören erst wirklich zu und wollen auch dann erst über die lokale Menschenrechtssituation genaueres wissen, wenn man über Themen spricht, die weit weg von zu Hause sind. Wir weiten also unsere Arbeit aus, können damit Menschen in Entwicklungsländern helfen und Österreicher erreichen, die nicht zuhören würden, wenn man sie zu einer Veranstaltung über die Menschenrechtssituation in Österreich einladen würde.

Sprecher beim diesjährigen Gipfeltreffen waren unter anderen eine ehemalige stellvertretende Generalsekretärin der UNO, Repräsentanten von ständigen Vertretungen bei den Vereinten Nationen, UNO-Berater, NGOs, jugendliche Delegationen aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Ghana, Holland, Indien, Italien, Japan, Jordanien, Kenia, Kongo, Marokko, Mexiko, Österreich Pakistan, Panama, Russland, Sri Lanka, Südafrika, Taiwan, USA, dem Vereinigten Königreich, der im Ausland lebenden Vietnamesen und der Zentralafrikanischen Republik.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung von fünf Menschenrechtsverfechtern mit dem „YHRI – Human Rights Hero Award“:

  • Antonio Lopez, Untersekretär für Menschenrechte von Chiapas, Mexiko übernahm die Auszeichnung „Human Rights Hero“ in Vertretung für Juan Sabines Guerrero, Gouverneur des Staates Chiapas, für die Aufnahme der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in die neue Verfassung des Staates um ihnen die Kraft des Gesetzes zu geben.

  • Martin Ponce Rubio, territorialer Direktor von Jalalpa, Mexiko, für fast zwei Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit mit Jugendlichen und der Gründung von Bildungs- und Kunstprogrammen, um junge Menschen über ihre Menschenrechte aufzuklären und gegen Kriminalität und Drogenhandel vorzugehen.

  • Eleonora Frigerio, Vizepräsidentin der „ Association for Human Rights and Tolerance“ in Italien, für das Finanzieren von Schulen in Ghana für tausende von Kindern, welche sonst nicht in den Genuss des Rechtes auf Bildung kämen und für Menschenrechtsaufklärung für tibetanische Kinder im Exil in Dharamshala, Indien.

  • Joanne Tawfilis, Gründerin und leitende Direktoren des „Art Miles Mural Project“, für die Förderung von Frieden durch die Involvierung von Kindern aus Ländern der ganzen Welt beim Bemalen von Leinwänden.

  • Dustin McGahee, Direktor von „Youth for Human Rights Tampa, Florida“ für das Initiieren des Internationalen Marsches für Menschenrechte am 10. Dezember, Tag der Menschenrechte. Er brachte YHRI-Zweigvereine auf der ganzen Welt zusammen, um für Menschenrechte zu marschieren.

Über die Wichtigkeit des jährlichen Menschenrechte-Gipfeltreffens sprach Herr Rubio: „Wir brauchen jugendliche Führungskräfte, um die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu verbreiten und zu schützen, sodass eine überlebensfähigere Gesellschaft in der Gegenwart und in Zukunft geschaffen werden kann.“

Das Gipfeltreffen 2011 wurde von der ständigen Vertretung der Republik Haiti, dem Menschenrechtsbüro der Scientology Kirche International, „Village Suisse NGO/ECOSOC“; der „Ariel Foundation International“ und den Zweigvereinen von „Youth for Human Rights International“ in Genf und Waadt, gesponsert.

Die 30 jugendlichen Delegierten wurden aus fast 1000 Anmeldungen gewählt, die über ihre Arbeit zum Thema Menschenrechte im vergangenen Jahr Aufsätze geschrieben haben.

Delegation und Redner der Veranstaltung

Delegation und Redner des 8. Jugend-Gipfeltreffen für Menschenrechte in Genf, Schweiz

Delegation von Jugendlichen am jährlichen Jugend-Gipfeltreffen für Menschenrechte in Genf, Schweiz