Theater: GUTER MORGEN MARIENTHAL. Ein Stück Arbeit.

"Sich aus dem Sumpf der eigenen Passivität und Ratlosigkeit zu ziehen ist eine große Herausforderung."http://www.youtube.com/watch?v=QBqvBrQvUw4

Am 1. Juli 2011 feiert die jüngste Produktion der Wiener Theatergruppe DREIZEHNTERJANUAR Premiere im Rahmen des Niederösterreich Viertelfestivals, das heuer unter dem Motto „Industrie – Utopie“ steht. Unter Leitung der Regisseurin Fanny Brunner behandelt die Performance u.a. die Fragen, wie viel das Tätigsein zur Verwirklichung eines gelingenden Lebens beiträgt und welche Facetten von Beschäftigung in Zukunft eine Rolle spielen werden. Die Uraufführung findet auf dem Betriebsgelände der Evonik Para-Chemie in Marienthal statt, jenem historischen Ortsteil von Gramatneusiedl, in dem einst 1300 Arbeiter der damaligen Textilfabrik über Nacht zu Arbeitslosen wurden. Bei anschließenden Publikumsgesprächen diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs.

Brunner, die im Frühjahr mit PORNORMAMA in der Wiener Garage X für ein volles Haus sorgte und jüngst auf Gastspielreise im deutschen Oberhausen das Publikum begeisterte (8 Vorhänge), arbeitet auch an deutschen Theatern: ihre MEISTERKLASSE-Inszenierung wird derzeit in Ulm aufgeführt.

Mit „GUTER MORGEN MARIENTHAL“ zeigt die 37jährige eine Stückentwicklung, die in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Hans-Jürgen Hauptmann und dem Schauspieler-Ensemble entstanden ist.

Inspiriert ist die Performance von der unter Soziologen weltweit bekannten Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ von Marie Jahoda. Begleitet und gestützt wird die Umsetzung von Überlegungen aus dem Buch „Vita Activa oder Vom Tätigen Leben“ der deutsch-amerikanischen Politikwissenschaftlerin des 20. Jahrhunderts Hannah Arendt.

GUTER MORGEN MARIENTHAL

Ein Stück Arbeit.

Regie: Fanny Brunner | Dramaturgie: Hans-Jürgen Hauptmann

Aufführungstermine & Diskussionsgäste im Anschluss an die Aufführungen:

Freitag, 1. Juli 2011 (19:30):  Dr. Hannes Farnleitner, Minister für wirtschaftliche Angelegenheiten a.D., Prof. Dr. Manfred Füllsack, Sozialwissenschaftler Uni Wien, Dr. Friedrich Hinterberger, SERI (Sustainable Europe Research Institute – ist ein europaweiter Think-Tank, der die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung für europäische Gesellschaften erforscht. Es wurde im September 1999 gegründet.

Samstag, 2. Juli 2011 (19:30):  Dr. Reinhard Müller, Soziologe & Anarchismushistoriker, Uni Graz (Marienthal-Spezialist, Dr. Herbert Rauch, European Association for the Promotion of Sustainable Development & Autor des Buches „Die Wende der Titanic“

Freitag, 8. Juli 2011 (19:30): Mag.a Sabine Gruber, Vorstandsmitglied attac

Samstag, 9. Juli 2011 (19:30): Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Sozialmediziner

Sonntag, 10. Juli 2011 (17:00)

Besetzung

Katrin Grumeth | Horst Heiss | Johanna Orsini-Rosenberg | Johannes Schüchner | Gesangsverein Gramatneusiedl

Eine Produktion der Theatergruppe „dreizehnterjanuar Wien“

im Rahmen des Niederösterreich Viertelfestivals 2011 „Industrie – Utopie“.

www.dreizehnterjanuar.com

www.viertelfestival-noe.at/marienthal

Veranstaltungsort

2440 Gramatneusiedl, Evonik Para-Chemie, Hauptstraße 53, Bezirk Wien-Umgebung

Open-Air-Aufführungen (überdacht/regensicher)

Karten & Info

19 € und 12 € ermäßigt. 17 € für Mitglieder von Club Ö1, Raiffeisen Club und Mitarbeiter der NÖ Versicherung.

Reservierung: office@prkompakt.com Abendkassa (ab 1h vor Beginn), Buffet,

Parkplatz und Toiletten direkt am Veranstaltungsort.

Vor und nach den Vorstellungen verkehrt ein Shuttlebus zwischen dem S-Bahnhof Gramatneusiedl und der Evonik Para-Chemie.

Anreise von Wien: von Wien Südbahnhof (Ostbahn) zur Station Gramatneusiedl (dreizehn bis zwanzig Minuten Fahrzeit), wobei die Züge stündlich rund drei Mal verkehren.

Pressekontakt:

Petra Reichenberger

pr kompakt

Mollardg. 2/14

1060 Wien

Tel.: 0043 1 208 00 92

mob.: 0043 699 10 11 30 82

www.prkompakt.com