„Eine Stadt. Ein Buch.“ erstmals auch in Berlin – BILD

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Utl.: Zum 10-jährigen Jubiläum der Gratisbuch-Aktion „Eine Stadt. Ein Buch.“ werden 2011 nicht nur in Wien 100.000 Bücher verteilt, sondern auch in Berlin =

Wien/Berlin – Zum zehnten Mal wird 2011 ein eigens hergestelltes Buch in einer Auflage von 100.000 Exemplaren gedruckt und in ganz Wien gratis verteilt. „Der Geschichtenerzähler“ von Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa ist der Titel beim zehnjährigen Jubiläum. Dieser wird aber nicht nur in Wien kostenlos verteilt: denn in diesem Jahr bringt Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) die Buchaktion als „Gastgeschenk“ der deutschen Hauptstadt Berlin und seinem Amtskollegen Klaus Wowereit. „Wie kann man so eine außergewöhnliche Aktion schöner feiern? Wir präsentieren den aktuellen Literaturnobelpreisträger und geben gemeinsam auch den Bürgerinnen und Bürgern von Berlin die Möglichkeit, dieses wunderbare Buch zu lesen.“, erklärte das Wiener Stadtoberhaupt bei der Präsentation in der Berliner Karl-Marx-Allee.

Gleichzeitig mit der Präsentation eröffnete das Echo Medienhaus offiziell seine erste Niederlassung außerhalb Österreichs. „Echo wird ab sofort für heimische und deutsche Unternehmen auch in Berlin die gesamte Angebotspalette des Unternehmens anbieten“, freute sich Echo-Medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler. „Nach dem ersten kleineren Projekt in Deutschland, der erfolgreichen Eröffnung der Ausstellung ‚Sight_Seeing‘ gemeinsam mit der Tirol Werbung, ist nun ‚Eine Stadt. Ein Buch.‘ die erste größere Aktion. In Planung sind darüber hinaus eine ‚Wiener Kriminacht‘ und eine Berlin-Ausgabe von ‚Christmas in Vienna'“, so Pöttler weiter.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit freute sich über die 100.000 Bücher für Berlin und hieß das Echo Medienhaus in der deutschen Bundeshauptstadt herzlich willkommen. „Mit den Wienern konnten wir Berliner schon immer gut. Diese Buchaktion ist etwas noch nie Dagewesenes. Dafür danke ich und freue mich auch über die Niederlassung eines weiteren österreichischen Unternehmens in unserer Stadt.“, so Wowereit.

Nach der Präsentation wurde die Wiener Delegation zum Empfang anlässlich des zehnjährigen Amtsjubiläums von Klaus Wowereit geladen, um die frischen Beziehungen gleich zu vertiefen.

Zwtl.: Über „Eine Stadt. Ein Buch.“

Die Aktion des Echo Medienhauses ist die erfolgreichste österreichische Aktion, die sich dem Thema Buch und dem Lesen widmet. Sie findet heuer bereits das neunten Mal statt. Seit 2001 erschienen folgende Bücher in der Aktion „Eine Stadt. Ein Buch.“:

  • Frederic Morton: „Ewigkeitsgasse“
  • Nobelpreisträger Imre Kertész: „Schritt für Schritt“
  • Johannes Mario Simmel: „Das geheime Brot“
  • Oscargewinner John Irving: „Laßt die Bären los!“
  • Nobelpreisträgerin Toni Morrison: „Sehr blaue Augen“
  • Nick Hornby: „Fever Pitch“
  • Ruth Klügers Autobiografie „weiter leben“
  • Irvin D. Yaloms Roman „Und Nietzsche weinte“

Weitere Informationen zur Aktion „Eine Stadt. Ein Buch.“ online unter http://www.einestadteinbuch.at.

Zwtl.: Über den Autor

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman „Die Stadt und die Hunde“ erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist ist stets als politischer Autor aufgetreten und ist damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken neben dem „Geschichtenerzähler“ gehören „Das grüne Haus“, „Das Fest des Ziegenbocks“, „Tante Julia und der Kunstschreiber“ und „Das böse Mädchen“. Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück.  Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. Heute lebt Mario Vargas Llosa in Madrid und Lima.

Zwtl.: Über das Buch

Llosa erschließt in der spannend entfalteten Handlung dieses Romans, der von dem „Geschichtenerzähler“ der Machiguengas und einem verschollenen Studienfreund erzählt, ein brennendes Thema Lateinamerikas: die Kultur der Indios im Amazonasgebiet. Welchen Platz lassen wir dem ganz anderen, wie es sich in der Welt der „Primitiven“ zeigt und entzieht, in unserer „modernen“ Gesellschaft? Welche Rolle kann der „aufgeklärte“ Intellektuelle, der engagierte Schriftsteller in dieser Auseinandersetzung zwischen den Kulturen einnehmen?

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