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NÖ Wirtschaftspressedienst Nr. 1.094 vom 22.10.2010

NÖ Wirtschaftspressedienst Nr. 1.094 vom 22.10.2010
http://www.wirtschaftspressedienst.com
Diesmal aus Müllers Büro:
o Waldviertler Wirtschaft macht Dampf
o NÖ Bauwirtschaft fordert leistbares Bauen
o Tourismus ist wichtiger Wirtschaftsmotor im Wienerwald
o “Schloss an der Eisenstraße” ist um einen Euro zu haben
o An Kunststoffverarbeitern klebt der Materialengpass
o In Wr. Neustadt funktioniert der Praxisdialog reibungslos
o Gratis-Bus von der U-Bahn zur SCS findet viel Anklang
o Kennzeichenhalter aus NÖ fahren durch ganz Europa
o Roboter aus Wiener Neudorf sind in China stark gefragt
o Größter Merkur-Markt zieht im neuen EKZ Gerasdorf ein
o Industriemanagerin wird NÖ Bauernbunddirektor
o Stockerauer Firma schickt Spion in die Mülltonne
http://www.wirtschaftspressedienst.com

Waldviertler Wirtschaft macht Dampf
Schon 100 Gewerbetreibende und Vertreter anderer Berufe haben sich gemeldet, die beim neuen Wirtschaftsforum Waldviertel mitarbeiten wollen. Wie Werner Groiß, wiedergewählter Obmann der Bezirksstelle Horn der NÖ Wirtschaftskammer nach der Konstituierung des Bezirksstellenausschusses bekannt gab, will das als Verein organisierte Forum “der Waldviertler Wirtschaft ein Gesicht geben und im Wege der Vernetzung seiner Mitglieder neue Jobs schaffen.² Vor allem um die Schwerpunkte Gesundheit, nachhaltige Energiegewinnung und Bioprodukte will man neue Arbeitsplätze forcieren.
Besonders im Visier hat man im Waldviertel den Mai nächsten Jahres. In diesem Monat fallen die EU-Binnengrenzen des Arbeitsmarktes zu den Nachbarländern. Um den damit auf beiden Seiten zu erwartenden höheren Informationsbedarf zu decken und künftige Koordinationsmaßnahmen abzustimmen, “wurde das grenzüberschreitende Projekt Gemeinsamer Arbeitsmarkt CZ – AT mit unseren tschechischen Partnern ausgearbeitet², so Groiß.
Die wirtschaftliche Stärke des Bezirkes Horn, in dem die aktiven Firmenstandorte in den letzten zehn Jahren um fast 27 Prozent auf 1.664 zugenommen haben, sieht der Bezirksobmann in der “Vielfalt an Klein- und Mittelbetrieben, die sich oft in Nischen etabliert haben und mit Beratung, Service und Kundennähe regional und überregional zu punkten verstehen.² (mü)
http://www.wfwv.at

http://wko.at/noe/horn

NÖ Bauwirtschaft fordert leistbares Bauen
Robert Jägersberger, Landesinnungsmeister der NÖ Bau-Gewerbebetriebe, sprach sich im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zum Thema “Chance Hochbau 2010² im Palais Niederösterreich dafür aus, die Kostenschere beim Bau zu schließen. So könnten Pfusch und Schwarzarbeit eingedämmt und die heimische Bauwirtschaft angekurbelt werden.
“Die Baukosten müssen für den kleinen Häuslbauer so kalkulierbar sein, dass er nicht auf Pfusch und Schwarzarbeit angewiesen ist, um sich ein Eigenheim leisten zu können. Dabei entsteht der Großteil der Kosten schon vor dem eigentlichen Baubeginn mit der Planung und der Einreichung. Da die Löhne im Baugewerbe nicht besonders hoch sind, gilt es hier die Schere zu schließen,² mahnt Jägersberger.
Auch einer Wiedereinführung des “Sanierungsschecks² steht Jägersberger positiv gegenüber. Dieser habe sich mit dem Faktor 1:13 amortisiert. Ein großes Potential für die NÖ Bauwirtschaft sieht Jägersberger, der auch für eine zweckgebundene Weiterführung der Wohnbauförderung eintritt, in der thermischen Sanierung von Bürogebäuden.
Die Landesinnungsmeisterin des NÖ Bauhilfsgewerbes, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, ist derselben Meinung. Auf den Rückgang der NÖ Bauwirtschaft um 38 Prozent gegenüber nur 25 Prozent österreichweit angesprochenen, weist sie darauf hin, dass in den beiden letzten Jahren in Niederösterreich überdurchschnittlich viel gebaut wurde. Da die Wirtschaftskrise die Bauwirtschaft erst verspätet treffen werde, fordert Hinterholzer ein rechtzeitiges Gegensteuern mit Anreizen durch Förderungen. (hm)
http://www.bau-noe.at

http://wko.at/noe/bauhilfsgewerbe

Tourismus ist wichtiger Wirtschaftsmotor im Wienerwald
In den fünf niederösterreichischen Wienerwald-Bezirken Mödling, Baden, Wien-Umgebung, Tulln und St. Pölten-Land ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor. Wie die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) in einer Studie erhoben hat, ist 2008 die Zahl der Arbeitsplätze in der Tourismusdestination Wienerwald gegenüber dem Vorjahr dank der umgesetzten Kapazitätserweiterungen um mehr als 13 Prozent von knapp 6.700 auf über 7.500 gestiegen. In keiner anderen niederösterreichischen Tourismusdestination arbeiten so viele Menschen im Beherbergungs- und Gaststättenwesen wie im Wienerwald.
Der ÖHV-Studie entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst noch weitere interessante Kennzahlen. Demnach gab es im Berichtsjahr 2008 in der Tourismusdestination Wienerwald mehr als 1.100 Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe, die Gesamtumsatzerlöse von fast 384 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Das war ein Zuwachs um 1,8 Prozent im Vergleich zu 2007. Von den 384 Millionen Euro entfielen als größte Brocken 277 Millionen auf Erlöse aus der Verabreichung von Speisen und Getränken sowie knapp 33 Millionen auf Erlöse aus der Beherbergung. Von 2007 auf 2008 ist der durchschnittliche Umsatz pro Hotelbett in der Tourismusdestination Wienerwald um sieben Prozent von 3.690 auf 3.950 Euro nach oben geklettert. (mm)
http://www.wienerwald.info

http://www.oehv.at

“Schloss an der Eisenstraße” ist um einen Euro zu haben
Die Vorarlberger Bau- und Projektentwicklungsgruppe Schertler, die über ihre Beteiligungsgesellschaft S+B Gruppe mit Sitz in Wien das insolvenzgefährdete Vier-Sterne-Hotel “Schloss an der Eisenstraße” in Waidhofen/Ybbs betreibt, will den drohenden Konkurs des Beherbergungsbetriebes auf alle Fälle verhindern. Nachdem die Stadt Waidhofen eine Übernahme des Hotels wegen offener rechtlicher und steuerlicher Fragen abgelehnt hat, bietet die S+B Gruppe nun den anderen Miteigentümern an, die Eisenstrasse Hotel- und Betriebsgesellschaft mbH zu übernehmen und im Gegenzug die Liegenschaft, also Hotel und Grundstück, um einen Euro an die Stadt und die übrigen Miteigentümer abzugeben.
“Das ist unser letztes Angebot, wir werden kein zusätzliches Geld mehr investieren”, stellt Reinhard Schertler, Vorstand der S+B Gruppe, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst dezidiert fest. Wie auch immer die Sache im Detail ausgehe: Unter dem Strich bringe das Projekt der S+B-Gruppe, an der die Schertler-Gruppe knapp die Hälfte der Anteile besitzt, einen Verlust von rund fünf Millionen Euro.
Das Hotel ist mit etwa 5,5 Millionen Euro überschuldet, es droht der Konkurs. Die dahinterstehende Eisenstrasse Hotel- und Betriebsgesellschaft mbH, die für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 keine Bilanz legen kann, befindet sich zu rund 25 Prozent im Besitz der S+B Gruppe, an der die Schertler Holding GmbH mit 48,125 Prozent beteiligt ist. Vorstand der S+B-Gruppe ist Reinhard Schertler, im Aufsichtsrat sitzt unter anderem Günter Schertler. Gleich viele Anteile an der S+B-Gruppe hält der Wiener Generalplaner Alfred Michael Beck, dazu kommen drei weitere Miteigentümer.
Nach Angaben von Reinhard Schertler könnte die Eisenstrasse Hotel- und Betriebsgesellschaft mbH durchaus eine Bilanz legen, wenn die Stadt Waidhofen eine Forderung von mehreren Millionen Euro nachrangig stellen würde. “Dabei fließt kein neues Geld, denn das hat die Stadt am Beginn ja schon bezahlt”, so Schertler. Da die Stadt Waidhofen dazu jedoch nicht bereit sei, habe die S+B-Gruppe angeboten, ihre Anteile an der Gesellschaft um einen Euro an die übrigen Miteigentümer abzutreten. Dieses Angebot habe der Waidhofener Gemeinderat jedoch abgelehnt, da insbesondere Fragen der Schad- und Klagloshaltung sowie andere rechtliche und steuerliche Aspekte ungelöst geblieben seien.
Das Hotel “Schloss an der Eisenstraße” ist 2002 mit einem Investitionsvolumen von etwa 13 Millionen Euro errichtet worden. Es hat 92 Zimmer samt Wellnessbereich und ein 2007 zusätzlich errichtetes Veranstaltungszentrum. Nach Angaben von Reinhard Schertler handelt es sich bei dem Hotel um ein PPP-Modell (Public-Private-Partnership), an dem die Stadt etwa 50 Prozent halte, S+B 25 Prozent und private Investoren weitere 25 Prozent.
“Für die Zukunft sehen wir PPP-Modelle eher kritisch. Wir haben unser Lehrgeld bezahlt. Öffentliche Institutionen und die Politik funktionieren und denken nun einmal anders als Privatunternehmen”, so Schertler. Das Hotel sei nicht so gut wie erwartet gelaufen, zudem sei es zu groß und zu teuer errichtet worden. Der 2007 errichtete Zubau sei nicht unbedingt notwendig gewesen und der Seminarbereich habe durch die Wirtschaftskrise gelitten. “Das war der Gnadenstoß für das Hotel, obwohl der Betreiber sehr engagiert ist.” Schertler hofft, dass die Angelegenheit in den nächsten Tagen geklärt werden kann. (gübi/mm)
http://www.schlosseisenstrasse.at

http://www.sb-gruppe.at

http://www.waidhofen.at

An Kunststoffverarbeitern klebt der Materialengpass
150 Betriebe in Niederösterreich sind mit der Verarbeitung von Kunststoffen beschäftigt. Die Branche, der die Wirtschaftskrise Einbußen bis zu 40 Prozent gebracht hat, klagt jetzt über einen Mangel an Materialnachschub aus Asien. “Manche Kunststoffe sind nur noch in geringen Mengen vorhanden. Polypropylen etwa ist kaum erhältlich und extrem teuer geworden ebenso ABS², teilt Gerhard Brunnthaler, Obmann der niederösterreichischen Kunststoffverarbeiter dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.
Den Grund des massiven Plastikengpasses ortet der Obmann in der hohen Produktivität im asiatischen Raum, die die Materialpreise im letzten Jahr dramatisch erhöht habe. “Seit einem halben Jahr kämpfe ich um bestimmte Materialien”, sagt er. Vorteile hätten jene Betriebe, die gute Kontakte nach Fernost haben. Polypropylen und ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat) werden häufig in der Automobilzulieferindustrie verwendet, jenem Industriezweig, der extrem hart vom Wirtschaftsrückgang betroffen war. Brunnthaler äußert sich dennoch zuversichtlich: “Insgesamt hat sich die schlechte Lage etwas entspannt. Ich bin überrascht, wie gut die Firmen die Flaute durchgestanden haben.²
Dennoch sei man von den “guten, alten Zeiten² weit entfernt, meint der Obmann, der seinen Kollegen rät, die Lage zu nutzen und AMS-geförderte Mitarbeiterschulungen in Anspruch zu nehmen. Zudem sei die Beteiligung am Kunststoff-Cluster, dem größten Netzwerk für Kunststoff-Technologie in Österreich, von Vorteil. “Alle innovativen Betriebe, die etwas weiter bringen wollen, sind dabei², betont Brunnthaler, der zu den Initiatoren des Clusters zählt.
Die Branche besteht in Österreich aus 409 Unternehmen, die mit insgesamt knapp 58.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Euro erwirtschaften, wovon 63 Prozent auf den Export entfallen. (lies)
http://www.kunststoff-cluster.at

http://www.ecoplus.at

http://www.miraplast.at

In Wr. Neustadt funktioniert der Praxisdialog reibungslos
Das Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) Wiener Neustadt, wo u.a. rund 100 Beschäftigte des K2-Kompetenzzentrums Tribologie an den Themen Reibung, Wärme, Schmierung und Verschleiß forschen, weckt bei der Industrie großes Interesse. “Derzeit haben wir bereits etwa 70 Unternehmen und 40 wissenschaftliche Institute als Partner”, gibt Andreas Pauschitz, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums, bekannt. Bei den Firmen kämen schon in Kürze zehn weitere hinzu, “sodass wir bald auf die 100er-Marke zusteuern.”
An den Forschungsergebnissen aus Wiener Neustadt haben vor allem die Zulieferindustrie der Automobilbranche und die Medizintechnik großes Interesse. Denn diese hoffen von den neuen Erkenntnissen aus dem K2 Kompetenzzentrum zu erfahren, wie sie die Lebensdauer ihrer Produkte erhöhen und deren Effizienz steigern können. Im Zuge der vom Land Niederösterreich bereits beschlossenen vierten Ausbaustufe des TFZ Wiener Neustadt werden die Tribologen 2.000 Quadratmeter zusätzliche Labor- und Arbeitsfläche erhalten. (mm)
http://www.ac2t.at

http://www.tfz-wienerneustadt.at

Gratis-Bus von der U-Bahn zur SCS findet viel Anklang
Seit Anfang August pendelt ein Gratis-Bus im Halbstundentakt ohne zusätzliche Halte zwischen Österreichs größtem Einkaufszentrum, der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, und der Endstation der Wiener U-Bahnlinie U6 in Siebenhirten. Dieses neue kostenlose Transportservice werde von den Kunden sehr gut angenommen, zieht SCS-Center Manager Anton Cech nach über zweimonatiger Betriebszeit eine zufriedenstellende erste Bilanz. “Seit dem Start der Aktion haben schon 10.000 Fahrgäste den Gratis-Bus benutzt”, teilt er mit.
Auch für einen Teil der rund 4.500 Beschäftigten, die werktags von Wien an ihre Arbeitsplätze in die SCS pendeln, bringe die neue Direktverbindung Kostenersparnis und Zeitgewinn. Der SCS-Bus verkehrt Montag bis Freitag von 08:15 bis 20:15 Uhr sowie am Samstag von 08:15 bis 18:15 Uhr im 30-Minuten-Intervall. Auf dem Gelände des Einkaufszentrum hält er an den drei Stationen “Eingang 1″, “Eingang 9″ und “SCS Park”. (mm)
http://www.scs.at

Kennzeichenhalter aus NÖ fahren durch ganz Europa
Das Engagement eines Unternehmens aus Bruck/Leitha macht Pkw, Lkw und Busse in großen Teilen Europas erst so richtig fit für den Straßenverkehr. Mit einem Team von neun Mitarbeitern hat sich die Evamatic Handels.ges.m.b.H. auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Kennzeichenhaltern spezialisiert. “Etwa die Hälfte unserer Jahresproduktion geht in den Export², erklärt Geschäftsführer Thomas Markensteiner im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst.
An die 600.000 Kennzeichenhalter wandern allein in Österreich jährlich über den Ladentisch. Im benachbarten Deutschland sind es gut zehnmal so viele. Von einheitlich großen Modellen ist man in Europa jedoch noch weit entfernt. “Auch in einem vereinten Europa sind die Abmessungen der Kennzeichen von Land zu Land keinesfalls einheitlich², stellt Markensteiner fest. Unter anderem produziert er für den Heimmarkt Österreich und für den Exportmarkt in Slowenien Kennzeichenhalter in verschiedener Größe. Die Fertigung erfolgt mit Partnerfirmen, die die Kennzeichenhalter mit Spritzgussformen herstellen, die im Eigentum der Evamatic Handels.ges.m.b.H. stehen.
In Österreich ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Marktführer. Auf der Liste der Exportmärkte stechen neben Deutschland, der Schweiz und der Slowakei auch einige weiter entfernt liegende Länder ins Auge. “In Albanien haben wir uns mit einem Marktanteil von gut 70 Prozent ebenfalls die Marktführerschaft gesichert², verrät Thomas Markensteiner. In solchen Ländern profitiert das Unternehmen von den forcierten Exportaktivitäten vieler großer Pkw-Hersteller. “Dadurch exportieren wir heute in Länder, an die wir vor zehn oder 15 Jahren nicht einmal in unseren kühnsten Träumen gedacht hätten.²
Nach Jahren des Standortwechsels ins benachbarte Ausland hat der Familienbetrieb den Firmensitz vor zwei Jahren wieder nach Niederösterreich zurück verlegt. “Da die wirtschaftlichen Anreize jenseits der Grenze weggefallen sind, konzentrieren wir unsere Aktivitäten wieder in Österreich und haben bei diesem Schritt auch einige Mitarbeiter mitgenommen², verrät der Geschäftsführer. (haw)
http://www.evamatic.at

Roboter aus Wiener Neudorf sind in China stark gefragt
Vom derzeit boomenden Markt für Baumaschinen in China profitiert auch die igm Robotersysteme AG mit Sitz in Wiener Neudorf. Die enormen Produktionszahlen im Reich der Mitte schlagen sich unmittelbar in den Auftragsbüchern des niederösterreichischen High-Tech-Unternehmens nieder. “Die ersten Fertigungslinien für Bagger, die wir 1993 nach China geliefert hatten, waren für 4.000 Bagger pro Jahr ausgelegt”, berichtet igm-Marketingleiter Martin Wihsbeck und ergänzt: “Heute müssen wir unsere Schweißroboter dort auf eine Fertigungskapazität von 25.000 Stück pro Jahr ausrichten.”
Heuer habe die igm AG bereits 36 Roboteranlagen in diesem Industriezweig verkaufen können, gibt Wihsbeck bekannt. Der Betrieb ist Österreichs einziger Hersteller von Robotern, die speziell für die Lichtbogenschweißung entwickelt wurden. Abnehmer der igm-Roboter sind die Lkw-Industrie, der Brücken-, Eisenbahn- und Schiffsbau sowie die Bagger- und Kesselfertigung.
Im Geschäftsjahr 2008 hat die igm AG mit 81 Beschäftigten einen Umsatz von 52,1 Millionen Euro erwirtschaftet. 90 Prozent der Produktion gehen in den Export, wobei Deutschland mit einem Umsatzanteil von rund 20 Prozent der größte Auslandsmarkt ist. Seit ihrer Gründung 1967 hat die igm AG mehr als 3.500 Roboter in 2.500 Anlagen bei über 1.000 Kunden installiert. (mm)
http://www.igm.at

Größter Merkur-Markt zieht im neuen EKZ Gerasdorf ein
Das in Gerasdorf bei Wien geplante neue Einkaufszentrum “G3 Shopping Resort Gerasdorf”, das im Frühjahr 2012 seine Pforten öffnen wird, hat als Frequenzbringer einen prominenten Mieter gewinnen können. “Die Rewe Austria wird hier auf 4.800 Quadratmetern Verkaufsfläche den bisher größten Merkur-Markt Österreichs errichten”, kündigt Kurt Schneider, Geschäftsführer der G3-Betreibergesellschaft EKAZENT, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst an. Der Verbrauchermarkt biete den Kunden rund 20.000 Artikel, ein bisher in dieser Größe nicht dagewesenes Gastronomiekonzept und schaffe in Gerasdorf 100 neue Arbeitsplätze. (mm)
http://www.merkurmarkt.at

http://www.ekz-gerasdorf.at

Industriemanagerin wird NÖ Bauernbunddirektor
Mit einer vor den Augen der überraschten Öffentlichkeit verborgenen Strategie hat der Direktor des NÖ Bauernbundes Hans Penz die Weichen für seine Nachfolge gestellt. Als seine Nachfolgerin designierte das Bauernbund-Präsidium die 40jährige Juristin Klaudia Tanner, die im Anschluss an ihre Gerichtspraxis fünf Jahre als Rechts- und Sozialreferentin des NÖ Bauernbundes mit Penz zusammen gearbeitet hatte. Anschließend war sie im Ministerbüro von Innenminister Ernst Strasser mit Angelegenheiten der Allgemeinen Verwaltung, des Zivildienstes und der öffentlichen Sicherheit betraut, bevor sie als “Cooperation Manager² zur Industrie wechselte. Ihre neue Funktion wird die auf einem Mostviertler Bauernhof aufgewachsene und inzwischen verheiratete Mutter einer Tochter mit Jahresbeginn 2011 antreten.
Als vorrangige Anliegen bezeichnet Tanner die Unterstützung der vom Bauernbund entsandten Gemeindevertreter sowie sein Durchsetzungsvermögen als Interessenvertretung. Als zweite Programmsäule neben der Standesvertretung der Bauern und Bäuerinnen mit ihrer Versorgungsfunktion als Primärwirtschaft nennt sie die Anwaltschaft des Ländlichen Raumes, wo der Bauernbund verlässlicher Partner aller Menschen sein wolle, die hier leben und arbeiten.
In der Funktion des erst vor zwei Jahren gewählten Präsidenten des NÖ Landtages bleibt Hans Penz der politischen Bühne des Landes und des Bundes, einschließlich der durchlässigen Agenda zur europäischen Ebene, erhalten. In den 27 Jahren seiner Verantwortung als Bauernbunddirektor – der längsten Amtsperiode im Reigen der Bundesländer in der ersten und zweiten Republik – war er nicht nur an der erfolgreichen Gestaltung diverser Preisabkommen, Vorbereitung des EU-Beitrittes und der Öffnung des Bauernbundes mit dem ganzheitlichen Vertretungsanspruch des Ländlichen Raumes führend beteiligt; so ist er der Gründer von Forum Land. Als der Hauptverantwortliche in Niederösterreich für sechs Landwirtschaftskammerwahlen steuerte er auch seine Handschrift für Wahlergebnisse bei, die dem Bauernbund zuletzt wieder mehr als 90 Prozent Zustimmung eintrugen. “Es ist Bauerntradition², sagt er, “dass man den Hof übergibt, wenn er ordentlich bestellt ist.² (mü)
http://www.noebauernbund.at

Stockerauer Firma schickt Spion in die Mülltonne
Die Firma KWS, Krickl Waagen Systeme GmbH, mit Sitz in Stockerau ist ein Handelsunternehmen, das auf Wiegesysteme, die an Fahrzeugen montiert sind, spezialisiert ist und diese seit zwei Jahren auch selbst herstellt. Neu im Angebot hat sie das von ihr selbst entwickelte Container Identifikations-System, das in ähnlicher Form auch zur Mülltonnen-Identifizierung verwendet wird. Mittels GPS und eines batterielosen Transponders können der Weg und Standort jeder Mülltonne und jedes Containers verfolgt und via GPRS-Anbindung dokumentiert werden.
Ziel des Einsatzes von Identifikations-Systemen ist die genaue Abrechnung der Mengen. Im Zeichen der Sparbudgets sind diese Kontrollsysteme besonders für Gemeinden und Abfallverbände interessant. “Dafür bekommen wir heuer im Zuge der Karl Ritter von Ghega Innovationspreisverleihung 2010 eine Anerkennungsurkunde², berichtet Firmenchef Herbert Krickl dem NÖ Wirtschaftspressedienst.
Die Produktvielfalt der fahrzeugmontierten Wiegesysteme reicht von einfachen Ladebordwand- und Ladeflächenwaagen über Schüttungswaagen bis zu Aufbauwaagen. Die verschiedenen Wiegesysteme vertreibt das Stockerauer Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung von knapp zehn Prozent in ganz Europa. 80 Prozent des Umsatzes werden exportiert. Vor über einem Jahr ist die Firma mit ihren vier Beschäftigten von einem kleinen Büro und einer Garagenwerkstatt in größere Räumlichkeiten auf dem Heid-Areal übersiedelt.
Das Unternehmen bietet den Kunden auch ein GPRS Datenübertragungsgerät an. Dieses kann die Wiege- und Identifikationsdaten nach abgeschlossenem Wiegevorgang direkt ins Büro oder an einen Webserver senden. Der Disponent erhält sofort alle aktuellen Lieferdaten und kann die Rechnung gleich ausstellen.
Großen Wert legt die Firmenleitung auf die Flexibilität der Systeme, damit man auf spezielle Kundenwünsche rasch reagieren kann. Gemeinsam mit dem Kunden werden dann die Anforderungen an das Wiege- oder Identsysteme definiert und die Lösung für jeden Anlassfall erarbeitet. “Da Stillstand für uns Rückschritt bedeutet”, erklärt Geschäftsführer Krickl, “entwickeln wir unsere mobilen Wiege-Systeme laufend weiter. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Kunden und die Anpassung an die behördlichen Vorschriften.” (knox)
http://www.kws-waage.at

Autor: pressemeldungen.at Datum: Okt 2010 Stichworte: Niederösterreich, Wirtschaft
« Das Burgtheater bei Juwelier Wagner – Kunst und Kultur auf höchster Ebene
Evamaria Karpfen: Schöne bunte Vögel und andere Kunst- und Naturstücke. Malerei »
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