VERSUS – experimentelle Hochdrucke

Am Freitag, dem 10. September 2010 eröffnet die Galerie Hoch+Partner im Tapetenwerk eine Ausstellung mit experimentellen Hochdrucken.
Gezeigt werden Arbeiten von Harald Alff, Franca Bartholomäi, Hans Bote, Patrick Fauck, Susann Hoch, Stephanie Marx, Gudrun Petersdorff, Gabriele Sperlich und Tim von Veh.
Jeder dieser Künstler hat sich für die Ausstellung mit dem Medium Hochdruck ganz unkonventionell experimentiert. Hans Bote (studierte Malerei an der HGB, im Anschluss Meisterschülerstudium bei Prof. Arno Rink) und Susann Hoch arbeiten zum ersten Mal zusammen und begeben sich – noch behutsam – in die jeweilige Arbeit des anderen hinein. Prozesshaft arbeiten sie in ihrer Technik weiter – Malerei auf Leinwand wird überdruckt von Linolschnitten. Weiterhin experimentiert Susann Hoch mit Fotogrammen, belichtet Leinwand direkt, überdruckt diese und experimentiert mit Licht- und Schattenformen. Die Arbeiten von Franca Bartholomäi (studierte an der Hochschule für Kunst und Design „Burg Giebichenstein“ Malerei/Grafik, danach Aufbaustudium bei Prof. Thomas Rug) sprengen den Rahmen – im wörtlichen Sinn. „Stille Wasser (Die Geschwister)“, Unikat, 2010 – ein Holzschnitt kombiniert mit Papierschnitt dehnt sich über den Rahmen auf die Wand aus. Bei Stephanie Marx treffen ihre zwei grafischen Welten aufeinander. Erstmalig taucht ein Mischwesen (Linolstich) in die ruhige Umgebung des Holzschnittes ein und nimmt Kontakt mit großen Rohren auf. „Ich ahnte bis jetzt nichts von ihrer Verbindung – aber offensichtlich gibt es ein Zusammenspiel. “ sagt S. Marx über ihren Druck „Aus der Tiefe“ (Holzschnitt/Linolstich, 2010). In den Arbeiten von Tim von Veh (studierte Malerei/Grafik an der HGB, im Anschluss Meisterschülerstudium bei Prof. Ulrich Hachulla) und Patrick Fauck treffen Tiefdruck (Radierung) und Hochdruck (Holzschnitt oder Materialdruck) aufeinander. Gabriele Sperlich collagiert ihre eigenen Holzschnitte und bezieht den Druckstock in ihre Arbeit mit ein.
Gudrun Petersdorff und Harald Alff verarbeiten ein Leipziger Motiv auf ihre jeweils ganz individuelle Weise: Während Gudrun Petersdorff in ihrer bekannten farbintensiven Stilistik die „Brücke am Elsterwehr“ im Abendlicht aufscheinen lässt und ihren Holzschnitt zudem mit Collageelementen bereichert, setzt Harald Alff eine betont minimalistische Sicht dagegen, die sich im wesentlichen auf Fläche und feine Bleistiftzeichnung beschränkt.
Die Künstler sind zur Eröffnung anwesend und geben selbst über ihre Experimente in Sachen Hochdruck Auskunft. Fragen Sie nach und besuchen Sie unsere Ausstellung!

Eröffnung am Freitag, den 10. 09. 2010 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 11. 09. – 23. 11. 2009
Öffnungszeiten: Mi – Fr 14 – 18 Uhr, Sa 12 -17 Uhr

Sonderöffnungszeiten zum Rundgang
11.09.2010 von 11–20 Uhr
12.09.2010 von 11–17 Uhr