Mit zehn Mann erreicht Austria ein 3:3

„Es war ein Wechselbad der Gefühle“
Mit zehn Mann erreicht Austria ein 3:3

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Austria Klagenfurt in der zweiten Regionalliga-Runde bei DSV Leoben. Erst durch eine sensationelle Leistung in der Schlussphase kamen die Violetten nach 0:3-Rückstand mit zehn Mann (!) zu einem 3:3-Remis.

50 Austria-Fans sorgten in Leoben für echte Heimspiel-Atmosphäre. Doch die Mannschaft konnte ihre Erwartungen nicht erfüllen. Schon nach zwölf Minuten gingen die Leobener mit 1:0 in Führung. Martin Tschernuth verlor auf der linken Seite den Ball, Leobens Roland Rinnhofer zog durch, spielte den Pass auf den freistehenden Rexhe Bytyci – und dieser schob den Ball ins Netz. In der 30. Minute erhöhte DSV Leoben gleich auf 2:0. Bytyci setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und servierte diesmal Rinnhofer das Leder. Und wieder zappelte die Kugel im Netz. Nach der Pause machten die Steirer weiter Druck. Und ab der 53. Minute lagen die Klagenfurter schon mit 0:3 im Rückstand. Bytyci setzte sich auf der rechten Seite durch, zog ab und traf noch die Stange. Den darauffolgenden Eckball konnte Ex-Sturm-Kicker Diego Rottensteiner per Kopf verwerten.

Tolle Aufholjagd mit zehn Mann
Das Spiel schien damit schon für die Austria gelaufen, doch dann begannen die Violetten endlich Fußball zu spielen. In der 68. Minute verkürzte Matthias Dollinger nach Foul am kurz zuvor eingewechselten Martin Salentinig per Elfmeter auf 1:3. Die Offensivbemühungen der Violetten erhielten einen vermeintlichen Dämpfer, denn Stephan Bürgler sah nach mehrfacher Kritik am Schiedsrichter in der 72. Minute die gelb-rote Karte. Dennoch blieb die Austria am Drücker. Und wurde dafür belohnt! Matthias Dollinger versenkte einen Freistoß aus rund 18 Metern Entfernung ins linke untere Eck (77. Minute). Von nun an dominierten die Klagenfurter das Spiel. In der 85. Minute hatte Dollinger noch Pech, sein Freistoß ging an die rechte Stange. Doch der Austrianer schlug dann noch einmal zu. In der 92. Minute verwertete er nach Foul an Joe Isopp seinen zweiten Foulelfmeter zum viel umjubelten Ausgleichstreffer.

Schon am kommenden Montag ist die Austria wieder im Einsatz. Im KFV-Cup sind die Violetten im Stadtderby beim KAC zu Gast. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.

Stimmen zum Spiel in Leoben:

Matthias Dollinger, Dreifach-Torschütze: „Kompliment an die Mannschaft! Wir haben unglaubliche Moral und Charakter bewiesen. Natürlich braucht man in einem solchen Spiel Nerven wie Drahtseile. Im Endeffekt war diese Aufholjagd heute sogar mehr als drei Punkte wert! Alle, die uns jetzt abschreiben, sollen uns dann auch nicht auf die Schulter klopfen, wenn wir am Ende doch aufsteigen sollten.“

Walter Schoppitsch, Austria-Trainer: „Es war ein Wechselbad der Gefühle. Wir haben nach guten Anfangsminuten zu überheblich agiert. Du musst in dieser Liga einfach den Kampf aufnehmen. Du musst kratzen und beißen – das hab ich immer gesagt. Gott sei Dank haben wir das Match mit einem Sturmlauf am Ende gerettet. Im Endeffekt ist das Unentschieden noch verdient. Für unsere Ziele ist eine solche Leistung aber natürlich zu wenig.“

Christian Ritzmaier, DSV Leoben: „Wir haben heute einen Sieg vergeben! Nach dem 3:0 haben wir es versäumt, das Ergebnis nachhause zu spielen, wobei der Elfmeter zum 1:3 aus meiner Sicht fragwürdig war. Dann ist das Spiel gekippt. Wir sind eine relativ junge Truppe. In Zukunft werden wir eine 3:0-Führung nicht mehr vergeben.“

DSV Leoben – Austria Klagenfurt 3:3 (2:0)
Tore: Dollinger (68./FE, 77., 92./FE); Rinnhofer (35.), Rottensteiner (53.).
SR Greinecker

Austria Klagenfurt: Schenk; Kulnik (82. Pucker), Isopp, Pusztai, Tschernuth (28. Pink); Sablatnig (62. Salentinig), Schoppitsch, Prawda, König; Dollinger, Bürgler.
DSV Leoben: Petrovic; Rinnhofer, Krasser, Muhr, Derndorfer, Omulec (76. Schöpf), Hackinger, Ritzmaier, Briza, Rottensteiner (62. Berger), Bytyci (90. Micelli).

Gelbe Karten: Sablatnig, Schoppitsch, Kulnik, Salentinig; Derndorfer, Muhr, Schöpf.
Gelb-Rot: Bürgler (72.).
AUSSENDER:

Christian Rosenzopf
Pressereferent, Stadionsprecher
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