30 Jahre Pet Shop Boys – Ihre Songs sind zeitlose Pop-Hits

Neil Tennant und Chris Lowe machen seit 30 Jahren zusammen Pop und präsentieren mit ihren Songs stets neue Hits, die ihnen einen weltweiten Erfolg gebracht haben. Hier ein Rück- und Ausblick auf das Schaffen der beiden Ausnahmemusiker.

Rund 30 Jahre sind vergangen, als sich der Musikjournalist Neil Tennant und der Architekturstudent Chris Lowe in einem Londoner Elektronikladen per Zufall trafen und damit die Erfolgsstory des wohl interessantesten Musik-Duos abseits von Lennon/McCartney begann.

Als sich der damals 27jährige Neil am 19. 8. 1981 in einem Laden nach einem Kabel erkundigte, kam er mit dem fünf Jahre jüngeren Chris ins Gespräch und da sie sich beide für elektronische Musik interessierten, folgten bald die ersten gemeinsamen Songs, von denen sie selbst wohl nie geträumt hätten, welchen Rang diese einmal in den Charts einnehmen würden.

Viel Jahre und rund 100 Millionen Tonträger später sind die beiden Herren immer noch fixer Bestandteil des Popbusiness und wurden zum Vorbild für junge Musiker, die ihren einzigartigen Stil kopierten. Bei der letzten großen Konzert-Tour zeigte das Duo allerdings, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.


Neil Tennant (links) und Chris Lowe 2009 während ihrer „Pandemonium“-Tour.

Durch ihr Quasi-Comeback-Album (obwohl sie eigentlich nie weg waren) YES bewiesen Tennant/Lowe, dass ihre Songs absolut auf der Höhe der Zeit sind und ihr Sound immer noch gefällt. Seit „West End Girls“ ist zwar viel Wasser die Themse hinuntergeflossen, mit einem Titel im Stil von „Love etc.“ wird aber selbst den größten Kritikern klar, dass die Pet Shop Boys immer ihrem Stil treu geblieben sind und sich nicht oberflächlichen Strömungen in der Popmusik hingegeben haben.

Zwar gab es verschiedene Ausflüge in andere Genres, wobei von akustischen Instrumenten bis zu harten Dancebeats ohnehin eine große Bandbreite eingestetzt wurde, sie sind aber als Formation immer ein Bollwerk ihres Metiers geblieben und könnten mit gutem Gewissen als letzte, echte Pop-Band bezeichnet werden.

Das glückliche Händchen für radiotaugliche, tanzbare Beats gemischt mit allerlei Einflüssen ist einzigartig bei den Pet Shop Boys. Neben ihnen haben wohl höchstens Queen auch eine derart große Einsatzmöglichkeit für Elemente aus der klassischen Musik gefunden. Durch ihre perfekt umgebauten Cover-Songs wie „Always On My Mind“ oder „Where the streets have no name“ erreichten sie einen echten Kultstatus. Außerdem ist es wohl eine der mutigsten Entscheidungen, die im Original vergleichsweise eintönige Homo-Hymne „Go West“ zu einem anerkannten Stadion-Hit umzumodeln, was dazu führt, dass der Song dann sogar von einer Blasmusikkapelle im Wienerwald beim örtlichen Konzert intoniert wird.

Tipp: Wenn Sie mehr über die Band lesen wollen, sollten Sie das große Pet Shop Boys-Special bei nurido.at lesen, wo es jede Menge Hintergründe zu Neil Tennant und Chris Lowe gibt. Für neue oder alte Fans ist darüber hinaus die „Pandemonium“-Konzert DVD bzw. CD aus dem Dezember 2009 ein absolutes Muss. Hier gibt es alle aktuellen Hits und Klassiker auf zwei Silberscheiben gepresse zum anhören und -sehen. (nurido.at-Redaktion)