Das iPad – Wofür es zu gebrauchen ist, welche Alternativen es gibt und wie es mit dem Thema Jailbreak aussieht!

Das iPad von Apple ist jenes Gerät, das die schon längst als verstorben geglaubte Gerätekategorie der Tablet-Computer wiederbelebt hat. Hier Informationen darüber, Tipps für Alternativen.

Apple hat mit dem iPad nach iPod (Touch) und iPhone wieder ein besonders innovatives Produkt auf den Markt gebracht, dass weltweit mit großem Interesse aufgenommen wurde und als Ankick für das Segment der Tablet-Computer bezeichnet werden kann. Während Versuche solche kompakten Touchscreen-Geräte zu verkaufen vor Jahren gescheitert sind und nicht nur technische Gründe daran schuld waren, hat Apple jetzt den richtigen Zeitpunkt erkannt und das iPad genial eingeführt.

Das Apple iPad füllt die Lücke zwischen Notebook & iPhone

Das Apple iPad füllt die Lücke zwischen Notebook & iPhone

Natürlich waren nicht nur Fachjournalisten „vorgewarnt“, dass ein entsprechendes Gerät nach dem iPhone kommen würde, sondern seit Monaten geisterten entsprechende Gerüchte durch das WWW. Der Hersteller hatte ja mit dem Newton MessagePad einen Vorläufer über Jahre im Programm. Bedingt durch den großen Erfolg der technisch verwandten iPod Touch- und iPhone-Modelle konnten die neue Plattform mit vergleichsweise geringem Aufwand realisiert werden.

Die wichtigsten Vorzüge des iPad im Überblick:
– 9,7-Zoll kapazitives Touchscreen-Display mit Multitouch-Bedienung
– lange Betriebszeit von bis zu 10 Stunden
– geringes Gewicht von rund 700 Gramm
– mehrere Programme mitgeliefert (Musik- & Mediaplayer, Internet, E-Mail etc.)
– unzählige Software-Applikationen kostenlos oder günstig erhältlich
– integriertes UMTS-Modem (3G-Modell) bzw. WLAN-Funktion zur Datenverbindung
– optisch ansprechendes Design mit Alugehäuse

Insgesamt überzeugt das Apple iPad durch ein cleveres Konzept, das eine Bedienung bzw. Nutzung abseits der gängigen Computerklischees ermöglicht und sich gerade deshalb auch an Menschen mit wenig PC-Kenntnissen richtet. Wer einfach nur kurz ins Internet möchte und keine besonderen Ansprüche an das Betriebssystem eines Geräts stellt, wird mit dem stylishen iPad sehr zufrieden sein.

Natürlich handelt es sich beim Apple Tablet nicht um einen vollwertigen Mini-PC, sondern vielmehr um ein Multimediagerät in toller Aufmachung. Selbstverständlich springen jetzt immer mehr Hersteller auf den Zug der Tablet-Computer auf und bringen ähnliche Modelle. Im großen Special auf nurido.at gibt es eine Liste der Vorzüge und Nachteile des iPads bzw. der Alternativen.

Die bereits bekannten Benutzeroberfläche erlaubt beim iPad den schnellen Wechsel zwischen Hoch- und Querformat bzw. die Verwendung als Gaming-Konsole. Ein großes Angebot von Spielen, die durch Schütteln oder sonstige Bewegungen gesteuert werden, wurde von der iPod Touch/iPhone-Plattform bereits portiert und steht auch für das Tablet zur Verfügung.

Wie immer hat es Apple geschafft, ein rundherum interessantes Produkt zu kreieren, das eine eigene Marktnische besetzt. Nun ist es nur noch von der weiteren Entwicklung des Systems abhängig, wie sehr es Verbreitung findet. Die Gerätepreise sind zwar nicht im Schnäppchen-Segment angesiedelt, man bekommt aber um 500 bis 700 Euro für das WLAN-Modell (bzw. um 100 Euro Aufpreis für die UMTS-Funktion) viel Gegenleistung. Die Mitbewerber müssen das erst nachmachen. Denn ein derart kompaktes und leistungsfähiges Package kann niemand verschenken, weshalb die Kosten woanders in einer ähnlichen Größenordnung liegen werden. Zwar ist es möglich, anhand preiswerter Netbook-Komponenten ein vergleichbares Modell zu zimmern, hier fehlt aber dann einfach die durch lange Entwicklungsarbeit optimierte Benutzeroberfläche, die derzeit auch Windows nicht im Programm hat. Erst wenn ein wirklich führendes Unternehmen wie Google oder Microsoft eine Gerät vorstellt, könnte man eventuell von einer Alternative sprechen. Einstweilen kann man nur über den Vergleich zu einem preiswerten und bei weitem vielseitigerem Netbook philosophieren, dass etwa die Hälfte des iPads kostet. Hier fehlt aber die intuitive Bedienung und die noch schwer zu findenden Mini-Laptops mit Touchscreen kosten wieder praktisch gleich viel wie das iPad. Unser Fazit: Vorläufig gibt es keine echte Alternative zum iPad.

Abzuwarten bleibt aber auch beim iPad momentan die Software-Seite, denn einerseits wird von Apple mit dem nächsten Update der Systemsoftware die Erweiterung um etliche Features (wie vollständiges Multitaskin, Unterstützung für den Webcam-Betrieb) etc. erwartet. Unterdessen gibt es bereits erste Ansätze, dass findige Tüftler bereits manche Bereiche des iPads geknackt haben und beispielsweise ein an sich praktischer Versand von SMS möglich ist. Somit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, wann per „Jailbreak“ zusätzliche Möglichkeiten für das iPad eröffnet werden. Allerdings handelt es sich bei solchen Manipulationen immer um einen gewissen Wettbewerb unter Hackern, der für den Otto-Normal-iPad-Besitzer kaum interessant und vor allem aufgrund der rechtlichen Situation nicht nachahmenswert ist.

(c) nurido.at-Redaktion – Mai 2010 – iPad Foto: Flickr/Jon Mountjoy