Der Deutschland-Komplex des österreichischen Fußball
Er lebt weiter, der „ewige“ Mythos Fußballösterreichs, von den Medien gehegt und gepflegt. Dabei ist der saloppe Umgang des rot-weiß-roten Fußballs mit seiner Geschichte symptomatisch für seine aktuelle Krise. Eine mythenüberfrachtete, lückenhafte Historiographie durch Journalistengenerationen, die unter Patronanz des Österreichischen Fußballbundes ihre Rolle als „Historiker“ ungehindert spielen durften und dürfen, musste zwangsläufig zu zahlreichen Missverständnissen und Widersprüchen führen. Mo, 15. März 17.30 -19.00 Uhr
Friedrich Torbergs oben zitierte Metapher ist nur ein Beispiel von vielen. Sie wurde aus dem zeitlich-medialen Kontext gerissen, ihr wurde eine Publizität zugeschrieben, die sie nie besaß. In der seriösen österreichischen Erinnerungskultur dagegen hat der Fußball keinen Platz.
Unternehmen Sie mit uns von der Schmelz – der ersten Heimstätte von Rapid – aus eine Zeitreise in die Wiener Fußballvergangenheit, zu den glorreichen Triumphstätten vor Cordoba.
Wann?
Wo? Museum 15 – Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus
1150 Wien, Rosinagasse 4 (Ecke Gasgasse)Begrüßung: Mag. Brigitte Neichl, stv. Museumsleiterin Anmeldung unter museum15(at)gmx.at oder 0699/191 353 28
EINTRITT FREI!
Zum Vortragenden:
Gerhard Urbanek, Jahrgang 1948, geboren in Wien, Mag. Dr. phil., maturierte 1966 in Wien und begann in den 1970er Jahren ein Publizistik-Studium, das er nicht abschloss, da die Familie „dazwischen gekommen“ war.
Urbanek war 30 Jahre in der Markt- und Mediaforschung, zunächst im Österreichischen Gallup-Institut, dann in der Bank Austria tätig. Daneben war er auch als freier Sportjournalist beim „Kurier“ und den „Niederösterreichischen Nachrichten“ beschäftigt. Nach dem Ende seiner beruflichen Laufbahn knüpfte er dort an, wo er in den 1970er Jahren aufgehört hatte. Er begann an der Universität Wien das Studium der Geschichte. das er 2006 mit dem Magister und 2009 mit dem Doktorat abschloss.
In seiner Diplomarbeit „Österreichs Olympiaauftritt 1948. Die Wiederentstehung einer verlorenen Identität.“ (Wien 2006) beschäftigte er sich mit dem österreichischen Nachkriegssport nach 1945.
Die nun als Publikation vorliegende Dissertation „Österreichs Deutschland-Komplex. Paradoxien in der österreichisch-deutschen Fußballmythologie.“ wurde an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität am Institut für Geschichte eingereicht und im April 2009 approbiert.
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Zum Projekt:
„Kultur & Café / Club 15“ bietet Ihnen seit Mai 2008 interessante Veranstaltungen aus den verschiedensten Bereichen wie Gesundheit, Psychologie, Kunst oder Wirtschaft. Sie haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Am 15. des Monats („Am 15. in den 15.“) von 17.30-19.00 Uhr finden jeweils von März bis Juni und von Oktober bis Dezember Vorträge mit anschließender Diskussion statt. Die restlichen Monate dienen der sorgfältigen Programmplanung.




